Paper Planes Videodreh
Gepostet von Real am 21. Oktober 2007 -

Great News!! Laut VideoStatic.com wird ein Musikvideo zu "Paper Planes" gedreht! Regie wird Bernard Gourley (Immigrant Film) führen. Weitere Infos folgen hoffentlich bald :)

Willkommen auf M.I.A. Web!
Gepostet von Real am 30. September 2007 -

Willkommen auf M.I.A. Web, der wohl ersten deutschsprachigen M.I.A. Fansite im Web! Hier findet ihr News, Relese-Dates, Infos und vieles mehr...Schaut von nun an einfach öfters vorbei, da es in den nächsten Tagen eine Menge Neuerungen geben wird :) Da die Site noch recht neu ist lönnte ich Promotion gut gebrauchen Spread the World =) Mit diesem Button könnt ihr Miaweb linken. Vielen Dank!


M.I.A. Kollabo mit den Beastie Boys?
Gepostet von Real am 30. September 2007 -

Die Pläne der Beastie Boys, eine Vocal-Version ihres aktuellen Instrumentalalbums "The Mix-Up" auf den Weg zu bringen, nehmen konkretere Formen an. Bereits im Juni hatte das Trio im Rahmen des Southside Festivals die Idee bestätigt, dass andere Musiker ihr Album remixen bzw. mit Vocals ausstatten sollen. Ein Releasedatum steht gleichwohl nicht fest. Es gebe eine Liste mit möglichen Kollabopartnern, darauf stehe zum Beispiel die Britin M.I.A., so die Band gegenüber laut.de. Mit einigen Leuten habe man bereits Kontakt aufgenommen und müsse nun sehen, ob die Zusammenarbeit funktioniere. Auch Snoop Dogg habe Interesse bekundet, verriet MCA auf dem Southside. Die französischen Houser Justice seien ebenfalls auf der Liste, so Mike D. Die Kollaborationen könnten sich aber auch auf Instrumentalmusiker beziehen. Gegenüber billboard.com bestätigte MCA nun weitere britische Musiker, die an dem Projekt beteiligt sein könnten. Man habe neben M.I.A. auch Lily Allen und Jarvis Cocker angesprochen. "Wir warten mit großem Interesse darauf, was sie mit unserem Material anstellen", so MCA. Parallel gebe es die Idee, "The Mix-Up" auch visuell umzusetzen. Man habe via Super 8-Kamera während der Weltour viel gefilmt. Am 27. September endet die Tour der Beastie Boys in Chicago. Danach kehrt das Trio gleich wieder ins Studio zurück, schreibt Billboard weiter.

M.I.A. signt African Boy
Gepostet von Real am 30. September 2007 -

M.I.A. hat den talentierten Grime-MC Afrikan Boy bei ihrem Label Zig-Zag unter Vertrag genommen. Das gab das tamilische Wundermädel in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der JUICE (ab dem 21.09. am Kiosk) bekannt. Aufmerksam wurde sie auf den 19-jährigen Londoner über dessen MySpace-Hit "One Day I Went To Lidl"; sein harter Flow, seine Ablehnung von Konventionen und sein klares Bekenntnis zum Akzent hätten sie sofort überzeugt, erklärt sie.

"Afrikan Boy lebt unter dem selben Druck wie ich. Mein Problem mit der Bhangra-Szene... er hat das selbe Problem mit Grime! Die Grime-Leute wollen, dass er nur über bestimmte Dinge redet und in einer bestimmten Weise rappt. Aber er hat eben eher eine humorvolle Herangehensweise, seine Musik hat einen guten Sinn für Humor."

Eine erste offizielle Single des nigerianisch-stämmigen Rappers soll im Oktober erscheinen. /Juice

Kala CD- Review
Gepostet von Real am 30. September 2007 -

M.I.A. übt Kritik mit den Mitteln ihrer Herkunft. Sri Lanka wird auf dem Album “Kala” zum Inbegriff all dessen, was ihr an der westlichen Haltung zur Dritten Welt kritikwürdig erscheint. Von Jan Freitag
Weltmusik ist ein altbackener Begriff, beladen mit dem schwülen Duft von Patschuli, ausgefranst an den Juterändern, überfrachtet mit Folklore und stets gefährlich nah am Panflötenpop. Ein triftiger Grund, die viel gescholtene Dominanz technoider Musik zu begrüßen,¬ ist es doch das Elektronische an neueren Soundmixturen, das aus Weltmusik etwas jetztzeitigeren Ethno-Pop macht. Damit wären wir auch schon bei M.I.A.
Die bezaubernd rotzige Sängerin aus London stülpt die Stile ihrer südasiatischen Wurzeln über jede Strophe, jede Note, jeden Satz. Ständig fegen ekstatische Drums durch die Harmonien, streichen orientalische Geigen hinein, schwirren flächige Gesänge wie Mantren umher. Selbst ihr flapsiger Sprechgesang klingt oft nach einer Sitar. Das alles wäre jedoch so konservativ wie kommerziell chancenlos, gäbe es nicht diese Digitalstrecken hinter den Dhols und Tablas und Freiheitsparolen und Muttersprachversatzstücken. M.I.A. streut Spurenelemente ihrer Herkunft so spielfreudig unter all die Samples, dass man ihr den volkstümlichen Gestus nachsieht, vom aufgekratzt Mädchenhaften der Performance ganz zu schweigen: M.I.A. kocht über, unablässig.
Sicher, die Mischung aus Tradition und Moderne ist nicht neu. Aber Mathangi »Maya« Arulpragasam verbindet beides mit einer weltzugewandten, trotzigen Energie, der schwer zu entkommen ist. Kala, das zweite M.I.A.-Album, enthält Musik, die vor den Gedanken den Körper erreicht und alles, was sie an politischer Botschaft mit sich führt, zunächst einmal im Stroboskoplicht der Disco ausprobiert: Tanzt kaputt, was euch kaputt macht. Hatte bereits das Debütalbum Arular mit zappeligem Dancepop zwischen Bollywood, Achtziger-Jahre-Disco, Panjabi MC und dem Ethnojazz einer Neneh Cherry die Tanzflächen aufgeheizt, klingt die aus Sri Lanka eingewanderte Soundbastlerin zwei Jahre später, gerade 30 geworden, eher noch hitziger. Während das ähnlich gestrickte Migrantenduo Mattafix beim gleichzeitigen Start von identischer Stelle aus versucht hatte, Ethnopop vom Ballast des Politischen zu befreien, um andere Perspektiven aufs Leben in der Migration zuzulassen, entdeckt M.I.A. ihre südasiatischen Hintergründe unablässig neu. Sri Lanka wird auf Kala zum Inbegriff all dessen, was ihr an der westlichen Haltung zur Dritten Welt kritikwürdig erscheint: die Überheblichkeit des Reichtums, die Exotisierung alles Fremden. Erst am Ort ihrer Jugend, so lässt sich aus jedem Stück herauslesen, kann sie sich im westlichen Alltag erden, ihre Position finden und Stärke zeigen. Selbst wenn sie die Ursprünge des Techno beleuchtet wie in XR2 oder Afrikas waffenstarrender Misere ein Lied widmet (20 Dollar), fehlt nie die Ursprungsreferenz. Wer dieser fast zwanghaften Rückbesinnung kritisch gegenübersteht, könnte sie tribalistisch nennen, einen Versuch, Kulturen ästhetisch zu überhöhen. Wer darin einfach einen Quell der Inspiration erkennt, hat M.I.A. besser verstanden. Denn letztlich will auch ihre Musik vor allem eines: unterhalten. So sehr Maya Arulpragasam von ihrer Herkunft bestimmt ist, so sehr ist sie inzwischen im kapitalistischen Wesen heimisch, mit allem, was dazugehört. „All I wanna do“, singt sie im wunderbaren Paper Planes. Was sie zu tun gedenkt, verrät sie dann mit vier rhythmischen Schüssen und untermalt das folgende „and take your money“ mit dem Klang einer Registrierkasse. So klar kann Symbolismus sein. Und so gegenwärtig Folklore.